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Nausithoe werneri Jarms, 1990 |
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Abbildung 1

Abbildung 2
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Nausithoe werneri Jarms, 1990
Fast jeder hat schon einmal
große Quallen (auch “Medusen” genannt) am Strand gesehen oder ist sogar
beim Schwimmen einer nesselnden Qualle zu nahe gekommen. Es gibt aber
eine ganze Menge Arten, die viel kleiner sind, wie dieser Winzling vom
Anaximander-Seeberg im tiefen östlichen Mittelmeer. Das Tierchen heißt
Nausithoe werneri und wurde erstmals 1982 von Hjalmar Thiel im
nördlichen Atlantik gefangen. Gerhard Jarms (Universität Hamburg) hat
die Art beschrieben und sie sogar im Labor lebend gehältert, um ihre
Biologie zu erforschen.
Die festsitzende Generation, der Polyp
(Abbildung 1), wurde in tiefen von 200 bis 3000 m gefunden, und zwar
auf einem sehr speziellen Substrat: Schlacke oder Kohle aus der Zeit
der Dampfschifffahrt! Der Polyp ist ungefähr 1 cm lang, und er pflanzt
sich ungeschlechtlich fort, indem er einfach kleine Scheibchen an
seinem Vorderende abtrennt (siehe die kleinen Tellerstapel am Polypen
in Abbildung 2). Diese Scheibchen entwickeln sich dann zu frei
umherschwimmenden Medusen, die wir am Strand als Quallen sehen. Bei
dieser Art ist auch die Meduse winzig klein, nur 1,5 cm im durchmesser.
Wie alle Medusen pflanzt sie sich geschlechtlich fort (die
Geschlechtsorgane sind in Abbildung 3 als acht runde schimmernde
Regionen zu sehen).
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Abbildung 3
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Abbildung 1. Polyp von Nausithoe werneri aus dem Mittelmeer ca. 900 m Tiefe, Länge 1 cm.
Abbildung 2. Nausithoe werneri, medusenbildender Polyp (Strobilation)
Abbildung 3. Nausithoe werneri, geschlechtsreife Meduse, Durchmesser 1,5 cm
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