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CeDAMar und Barcoding

Hintergrund

 

CeDAMar untersucht die Vielfalt der abyssalen Fauna, eine anspruchsvolle Aufgabe aus verschiedenen Gründen. Der offensichtlichste ist die sehr große Zahl unbekannter Arten gepaart mit allgemein geringer Anzahl von Organismen. Das ist typisch für die Tiefsee, und es macht einerseits das Arbeiten mit Tiefseefauna so spannend, andererseits auch sehr zeitraubend, und globale Vergleiche der Biodiversität sind schwierig.

 

Innovative Methoden 

 

Die Anwendung von genetischen statt morphologischen Methoden ist ein innovativer Weg zur Überwindung dieses Engpasses. In den letzten Jahren ist das sog. Barcoding als Bestimmungsmethode getestet worden. Allerdings ist für die Tiefsee das Erhalten von intakter DNA ein großes Problem. CeDAMar-Spezialisten haben inzwischen sowohl die Geräte als auch die Methoden zum Sammeln optimiert. In unserem Projekt versuchen wir zum ersten Mal, Tiefsee-Isopoden mit hilfe des mitochondrialen Gens COI zu codieren. Die Verwendung von COI als Bestimmungsmerkmal hat sich vor kurzem als erfolgreich bei Crustaceen erwiesen. Außerdem wollen wir andere mitochondriale Gene auf ihre Verwendbarkeit zur Artbestimmung testen. 

 

Ziele und Anwendungsbereiche 

 

Die Hauptziele sind die Verbindung von morphologischen Beschreibungen mit Barcodes und standardmäßig DNA zusammen mit Belegexemplaren aufzubewahren. Barcoding und andere Arten der molekularen Systematik müssen zusammen mit traditionellen taxonomischen Methoden verwendet werden. Wir möchten CeDAMar-Angebote, wie z.B. die Austausche, dazu nutzen, das Interesse an der Auswertung von Barcode-Daten anregen, die die Taxonomen aus CeDAMar-Material erstellt haben. Wir möchten auch effektive Analysemethoden entwickeln und verbreiten und Werkzeuge vorstellen, die beim Codieren von Tiefsee-Isopoden angewendet worden sind.

In naher Zukunft planen wir auch, die DNA von Copepoden in unserem neuen DNA-Labor am DZMB in Wilhelmshaven zu extrahieren. 

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