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    DIVADIVA

DIVA

DIVA steht für: Latitudinale Gradienten in der Tiefsee-Biodiversität im Atlantik

 

Projektleiter: Pedro Martinez Arbizu, Senckenberg-Institut, Deutsches Zentrum für Marine Biodiversitätsforschung, Wilhelmshaven

Ziele

Dieses Projekt hat die Vielfalt des Lebens in Tiefseebecken des südöstlichen Atlantiks zum Thema. Es trägt damit dazu bei, die Verbreitung von Organismen des Meeresbodens von einem Pol zum anderen und ihre Herkunft und Verwandtschaftsbeziehungen zu erforschen .

 

Dazu haben bisher zwei Expeditionen an Bord des deutschen Forschungsschiffes "Meteor" stattgefunden die das internationale Forscherteam in die Tiefsee vor der afrikanischen Westküste geführt haben.

Makrofauna

 

DIVA-1 im Sommer 2000 war die erste Expedition von CeDAMar überhaupt und hatte das Angolabecken zum Ziel. Fünf Jahre später startete DIVA 2 von Kapstadt aus, mit Ziel Kapbecken, noch einmal Angolabecken und Guineabecken, das fast bis zum Äquator reicht.

 

 

 

Im Laufe der Einsätze eröffnete sich den Forschern ein Einblick in eine bislang unbekannte Welt.  So entdeckten die Zoologen aus Bochum und Hamburg neben der Vielzahl bereits bekannter Ranzenkrebse und Borstenwürmer auch immer wieder ihnen unbekannte, fremde Arten. Diese neuen Arten warten nun darauf, beschrieben und benannt zu werden. Zudem werden Genanalysen ihre Verwandtschaftsbeziehung zu den bereits bekannten Arten untersuchen. Die Spezialisten des Senckenberg-Institutes, Frankfurt freuten sich gemeinsam über den außergewöhnlichen Fund zweier Muschelkrebse der Gattung Giganthozypris. Während Muschelkrebse in heimischen Gewässern zwar weit verbreitet sind, aber maximal 2-3 mm groß werden, brachten diese beiden Exemplare es jeweils auf eine Größe von beinahe 3 cm und ähnelten mit ihrer orange-roten Färbung einer handelsüblichen Cherrytomate.

 

 

Meiofauna

Auch die Spezialisten für Meiofauna entdeckten einen ungeahnten Riesen zwischen ihren Tieren. Ein Ruderfußkrebs, sonst maximal 2 mm groß, brachte es auf eine stolze Länge von 2 cm.

 

Wie der Artenreichtum in der Tiefsee zustande kommt und warum der Riesenwuchs ein in vielen Tiergruppen häufig auftretendes Phänomen ist, kann bisher nur vermutet werden. Aber die neuen Erkenntnisse, die die Wissenschaftler von dieser Expedition mitnehmen, werden einen großen Teil zur Klärung dieser Fragen beitragen.

Karte

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