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KAPLAN

KAPLAN ist ein Projekt über biologische Vielfalt, Verbreitung von Arten und Genfluss in der abyssalen pazifischen Manganknollen-Provinz zu Voraussage und Management der Auswirkungen von Tiefseebergbau

 

Projektleiter: Craig Smith, University of Hawaii at Manoa

Das Project

Das KAPLAN-Projekt fand in der Tiefsee des größten Ozeans der Erde statt, im Pazifik. Drei Seereisen wurden bis 2004 zu jeweils drei Stationen in der  Clipperton Clarion Fracture Zone unternommen, die zu Proben von der Manganknollenregion führten. Diese werden jetzt untersucht. Die Diversität stellte sich als hoch heraus, und die Verteilung der Tiere als sehr fleckenhaft, wie man gut an den Foraminiferen sehen konnte. Zum Beispiel wurden von 250 morphologisch unterscheidbaren Arten einer Station nur 17 auch an den anderen beiden Stationen gefunden.

 

 

Ergebnisse

Untersuchungen an Fadenwürmern mit molekularen Methoden führten zu zwei interessanten Ergebnissen: erstens, Barcoding kann dazu genutzt werden, versteckte Arten von kleinen Wirbellosen zu finden, die morphologisch nicht zu unterscheiden sind. Zweitens deuten die Ergebnisse darauf hin, dass im Abyssal eine adaptive Radiation, d.h. massenhafte Artenbildung stattgefunden hat, und dass das Abyssal nicht nur eine Art Auffangstation für sich nicht fortpflanzende  Nematoden ist, die von den Kontinentalabhängen stammen. 

Bei den Polychaeten waren die molekulare Heterogenität und die Anzahl der versteckten (kryptischen) Arten höher als erwartet, und es wurde kein Hinweis auf hohen Genfluss zwischen den morphologisch gleichen, aber geographisch getrennten Populationen gefunden. Artenbildung durch Entfernung findet also statt, obwohl die morphologischen Merkmale in abyssalen Polychaeten sehr langsam zu evoluieren scheinen.

Polychaetenvergleich

Polychaeten wurden außerdem dazu benutzt, eine Methode des Vergleichens von Arten mit “Arbeitsnamen” zu entwickeln, d.h. von neuen Arten, die als solche erkannt, aber noch nicht offiziell beschrieben worden sind. Es wurde eine Datenbank erstellt, um Vergleiche der verschiedenen Arten mit vorläufigen Arbeitsnamen (meist als „sp. 1, 2, 3“ oder sp. „A, B, C“bezeichnet) der verschiedenen Expertengruppen zu erleichtern. Ein Workshop namens APIP (Abyssal Polychaete Intercalibration Project) fand im Januar 2007 im Natural History Museum London statt, währenddessen Spezialisten für Tiefseepolychaeten  von mehreren CeDAMar-Projekten zusammenkamen und ihre Referenzsammlungen verglichen. 

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